Dezember 19

Die Lösung für deine Geldprobleme

Von Dominique Rychter

Kämpfst du immer wieder mit Geldproblemen? Beantworte meine neun Fragen und entmachte deine limitierenden Glaubenssätze. Du wirst deine Geldprobleme überwinden und Fülle und Reichtum in dein Leben holen.

Als Einstieg lade ich dich zu einer kleinen Übung ein: Stell dir vor, du würdest deinem Partner, deiner Partnerin oder einem geliebten Menschen ständig sagen: «Du bleibst eh nicht bei mir!» «Ich habe Angst, dich zu verlieren!» «Ich bin es nicht wert, dich zu haben!» Oder: «Du bist nicht wichtig für mich – ich brauche dich nicht!» «Du machst mich nicht glücklich!» «Du bist mir egal!» Würde ein Mensch, der ständig solche Aussagen zu hören bekommt, bei dir bleiben? Natürlich nicht! Genauso verhält es sich mit Geld.

Das sind alles limitierende Glaubenssätze, die für dein Verhältnis zu Geld und Fülle stehen können. Vielleicht ist dir der eine oder andere Glaubenssatz vertraut. Dann wird dir dieser Artikel helfen, dein «Mangel-Bewusstsein» durch ein «Fülle-Bewusstsein» zu ersetzen und dich reich zu fühlen. Dazu möchte ich auf die Bedeutung deiner Glaubenssätze eingehen, insbesondere wie sie entstehen, wie du sie beeinflussen kannst und wie du letztlich deine Einstellung zu Geld und Fülle ändern kannst.

Was sind Glaubenssätze?

Glaubenssätze sind eine tiefe und häufig unbewusste Überzeugung über dich selbst, über das Miteinander und über die Welt. Diese unbewusste Überzeugung bewahrheitet sich immer wieder im Aussen. Die meisten Glaubenssätze entstehen bereits während der Schwangerschaft, in der Gebärmutter oder während der ersten Lebensjahre. Sie tangieren neben Geld und Fülle viele weitere Bereiche deines Lebens. Denn von deiner Zeugung bis zu deinem sechsten Lebensjahr bildet sich deine Gehirnstruktur aus. Aus diesem Grund sind die Erfahrungen, die du mit deiner Mutter und mit deinem Vater gemacht hast, besonders wichtig. Sie prägen sich fest in dein Gehirn ein und sind tief in deinem Unterbewusstsein verankert. 

Du trägst sowohl positive wie negative Glaubenssätze in dir. Sie fügen sich zu einem persönlichen Glaubenssystem zusammen. Sozusagen zu deinem individuellen psychischen Betriebssystem – zu deinem eigenen Mindset. Dieses Mindset nimmst du mit in dein Erwachsenenleben. Es bestimmt darüber, wie du die Welt wahrnimmst und sie interpretierst. Dementsprechend beeinflusst es dein Denken, dein Fühlen und dein Handeln. Auch in Sachen Geld und Fülle.

Wie entstehen Glaubenssätze über Geld?

Dein Verhältnis zu Geld wird durch deine Umwelt geprägt. Vor allem durch deine Herkunftsfamilie. In der Regel nimmst du nur unbewusst wahr, welche Ängste, Glaubenssätze, Schuldgefühle, Verluste und Werte in deiner Familie das Verhältnis zu Fülle und Mangel bestimmt haben oder noch immer bestimmen. Es ist ein Komplex an Gefühlen, der in deinen Körperzellen gespeichert ist und dein Verhalten lenkt und bestimmt. Aber wie erkennst du sie?

Wie kannst du deine Glaubenssätze identifizieren?

Das faszinierende an limitierenden Glaubenssätzen ist, dass du sie verändern kannst. Der erste Schritt zu diesem Ziel ist, dass du deine Glaubenssätze hinterfragst und dir bewusst wirst, wie deine persönlichen «Wahrheiten» aussehen. Dazu setzt du dich kritisch mit deinen Glaubenssätzen auseinander und identifizierst negative Annahmen.

Also durchforste einfach mal deine Gedanken im Alltag und schau dir an, was dort alles an vermeintlich unverrückbaren Tatsachen zusammenkommt. Um deine Glaubenssätze besser wahrnehmen zu können, kannst du tief in dich hineinhorchen. Jedes Mal, wenn du deine Meinung sehr überzeugend vertrittst und diese unveränderlich erscheint, könnte es sich um einen Glaubenssatz handeln. Auch Verallgemeinerungen wie «alle», «jeder» und «immer» können darauf hindeuten.

Wie kannst du deine Glaubenssätze ändern?

Deine Fähigkeit, Fülle und Reichtum zu empfangen, wird entscheidend durch deine Glaubenssätze geprägt. Deshalb lohnt es sich, diesen Glaubenssätzen auf den Grund zu gehen. Nimm dir etwas Zeit und schreibe auf, was du über Arbeit, Geld und Reichtum denkst. Ohne es zu merken, bist du vielleicht im Rahmen deiner Erziehung von limitierenden Glaubenssätze über Geld geprägt worden. Beispiele für solche begrenzenden Vorstellungen sind:

  • Geld verdirbt den Charakter
  • Reiche Menschen haben geerbt oder haben eine Menge Glück gehabt in ihrem Leben
  • Geld lässt sich nur mit harter Arbeit verdienen
  • Es ist gar nicht nötig, reich und erfolgreich zu sein. Es reicht, genügend Geld zum Überleben zu haben
  • Ich muss mich zwischen Erfolg und Geld und Glück in anderen Lebensbereichen (z.B. Partnerschaft) entscheiden.

Überlege dir auch, was deine Eltern über Geld gedacht haben. Wie haben dein Vater und deine Mutter über Geld gesprochen? Gibt es bestimmte Redewendungen, die du als Kind häufig gehört hast? Zum Beispiel: «Geld wächst nicht auf Bäumen.» «Ohne Fleiss kein Preis.» «Geld stinkt.» usw.),

Selber denken

Wenn du erwachsen bist, wirken diese Glaubenssätze weiter in deinem Unterbewusstsein: Du siehst oder hörst etwas und bekommst einen Impuls zu Fülle, Geld oder Mangel. Dein bewusstes oder meist unbewusstes Glaubenssystem interpretiert das Wahrgenommene. Das wiederum löst ein Gefühl, zum Beispiel ein Gefühl des Mangels, in dir aus. Das Gefühl ist sozusagen das Produkt deiner Gedanken. Nun wendest du deine erlernte Strategie an, um dieses Gefühl zu vermeiden.

Eine deiner wichtigsten Fähigkeiten als Mensch ist es, selbst zu denken. Nicht dein Instinkt leitet dich (zumindest nicht immer), sondern deine Gedanken. Und deine Gedanken sind frei: Du stimmst ihnen zu oder lehnst sie ab. Doch diese Fähigkeit erwirbst du erst, wenn du dem Kindesalter entwachsen bist. Mach dir darum bewusst, dass du nicht dein Verstand bist, sondern einen Verstand hast. Was er denkt, kannst du jederzeit ändern. Geh dazu auf Distanz und schau ohne Bewertung auf deine Glaubenssätze. So kannst du die Rolle eines neutralen Beobachters einnehmen. Aus dieser Position heraus kannst du für dich entscheiden, ob diese limitierenden Glaubenssätze noch immer Gültigkeit für dich haben.

Mit diesen neun Fragen entmachtest du deine limitierenden Glaubenssätze

Mit diesen neun kraftvollen Fragen durchdringst du deine Glaubenssätze und verstehst ihre Nutzlosigkeit. Robert Dilts hat sie in vielen Experimenten entwickelt. Ich habe sie frei übersetzt:

  1. Wo und wie genau schränkt dich dieser Glaubenssatz ein?
  2. Willst du diesen Glaubenssatz weiter glauben?
  3. Bist du sicher, dass dein Glaubenssatz wahr ist?
  4. Warum bist du dir so sicher, dass der Glaubenssatz wahr ist?
  5. Gilt der Glaubenssatz in allen Fällen und wirklich immer?
  6. Woher weisst du, dass der Glaubenssatz wahr ist?
  7. Was wäre, wenn genau das Gegenteil wahr wäre?
  8. Welche Beweise für das Gegenteil kennst du schon?
  9. Gibt es Menschen, die in der gleichen Situation andere Glaubenssätze haben? Haben sie damit mehr Erfolg?

Fazit

Geld regiert die Welt. Doch letzten Endes ist Geld bloss Energie. Und Energie muss fliessen. Schauen wir uns die Natur an: Da gibt es keinen Stillstand, aber sehr wohl Blockaden. Dass es dein eigenes Mindset sein kann, dass dich an deinem Fluss hindert, hast du in diesem Beitrag erfahren. Das Problem ist nie das Geld – das Problem ist dein Mindset aus längst vergangener Zeit. Limitierende Glaubenssätze findest du in sämtlichen Lebensbereichen – jetzt hast du ein Werkzeug zur Hand, mit dem du deine Glaubenssätze wirksam hinterfragen und ihnen die Macht über dich nehmen kannst.

Im systemischen Coaching wirst du Schritt um Schritt zu deiner inneren Wahrheit begleitet. Du lernst deine Glaubensmuster kennen und fühlst ihrer Entstehung auf den Zahn. Du wirst verstehen, woher dein Gefühl des Mangels kommt und lernen, deine limitierenden Glaubenssätze zu durchbrechen. Erst dann bist du wirklich frei und kommst bei dir an. Und vergiss nie: «Panta rhei» – alles fliesst.


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